Illegales Fahrzeugrennen in Cloppenburg

„ES ROCH NACH GUMMI…“

Der 2. Bußgeldsenat des Oberlandegerichts Oldenburg hat einen 20-Jährigen Cloppenburger wegen der Teilnahme an einem illegalen Fahrzeugrennen zu einer Geldbuße in Höhe von 400,- Euro sowie zu einem einmonatigen Fahrverbot verurteilt.

Der 20-Jährige hatte sich Mitte Januar 2016 im Stadtgebiet von Cloppenburg mit einem anderen Fahrzeugführer ein Wettrennen geliefert. Die beiden jungen Männer fuhren mit Höchstgeschwindigkeit. Es roch nach Gummi und stark beanspruchten Reifen. Das Amtsgericht Cloppenburg hatte daraufhin eine Geldbuße und ein Fahrverbot verhängt.

Der 20-Jährige wollte den Urteilsspruch nicht akzeptieren. Er war der Auffassung, es fehle an einem wettbewerblichen Charakter der Autofahrt. Dies sah der Senat anders. Auch ein nichtorganisiertes, sogenanntes „wildes“ Rennen von nur zwei Kraftfahrzeugen sei als rechtswidriges Rennen im Sinne von § 29 Abs. 1 der Straßenverkehrsordnung einzuordnen. Es sei den beiden Fahrzeugführern gerade auf die Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten angekommen. Ein illegales Rennen liege auch dann vor, wenn es den Fahrern nicht um die Ermittlung eines Siegers, sondern eben nur um möglichst schnelles Fahren gehe.

Die Entscheidung ist rechtskräftig. Der 20-Jährige muss jetzt einen Monat lang auf seinen Führerschein verzichten und die Buße von 400,- Euro zahlen.

2 Ss (OWi) 292/16 Oberlandesgericht Oldenburg

Nr. 41/2016
Bettina von Teichman und Logischen
Oberlandesgericht Oldenburg
Pressestelle
Richard-Wagner-Platz 1, 26135 Oldenburg

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